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Leere "Drohungen" der Atom-Konzerne
Wie der SPIEGEL am 14. August 2010 berichtete, reagieren die großen Atomkonzerne auf die anhaltende Diskussion in der Regierungskoalition um Laufzeit-Verlängerung und Brennelemente-Steuer nun mit der "Drohung", dann eben die Kernkraftwerke einfach abzuschalten, weil sich der Weiterbetrieb nicht lohne.
Greenpeace hat auf diese "Drohung" nun mit einem "Nur zu" geantwortet. Wie die Umweltorganisation am 15.8. darlegte, steuern die acht ältesten Atomkraftwerke heute ohnehin nur noch 5,4% (=32 TWh 2009) zur deutschen Stromversorgung bei, und damit weniger als zum Beispiel die Windenergie (37 TWh 2009). Zudem habe Deutschland 2009 14,3 TWh Strom ins Ausland exportiert.
Der Anteil der Erneuerbaren könnte dabei noch weit höher sein, würden die Konzerne ihren Verpflichtungen zum Netzausbau nachkommen: Wie die Anfang August veröffentlichte Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage von SPD-Abgeordneten ergab, müssen zunehmend regenerative Kraftwerke - insbesondere Windkraftanlagen - zeitweise vom Netz genommen werden, da die Netze durch Grundlaststrom aus Kohle- und Atomkraftwerken "verstopft" werden.
Würde durch die Abschaltung der AKWs endlich der Weg für die regenerativen Energien frei gemacht, so Jochen Stay, Sprecher von '.ausgestrahlt', so würde dies auch "helfen, die Stromlücken von Ländern wie Frankreich zu decken, die wegen ihres hohen Atomstromanteils regelmäßig auf Stromimporte aus Nachbarländern wie Deutschland angewiesen sind."
- Links:
- SPIEGEL: Atomlobby droht mit AKW-Aus
- ausgestrahlt.de: Stromkonzerne räumen ein: Schneller Atomausstieg ist möglich
- Greenpeace: Stromkonzerne drohen mit Atomausstieg
- Greenpeace: Es werde Licht - auch ohne Atomkraft
- Greenpeace: Auf den Strom der AKWs lässt sich ohne Probleme verzichten (bei: Telepolis)
- Telepolis: Stromnetz und Grundlastkraftwerke verhindern mehr regenerative Energie
- Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage "Beschleunigung des Ausbaus der Höchstspannungsnetze" (PDF auf bundestag.de)








