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14.07.2010 11:31

Grüne fordern sofortigen Baustopp statt übereiltem Abriss

Von: Tilo Berner

„Die Stuttgart 21-Partner agieren mit einer unfassbaren Selbstherrlichkeit, einer untragbaren Verantwortungslosigkeit und einer unerträglichen Ignoranz gegenüber dem Bürgerwillen, wenn sie im August mit dem Abriss des nördlichen Seitenflügels des Stuttgarter Hauptbahnhofes beginnen wollen“, kommentierte die Grünen-Landesvorsitzende Silke Krebs eine entsprechende Ankündigung des Stuttgart 21-Sprechers Wolfgang Drexler.

„Wenn Mappus, Drexler, Grube und Co. trotz der massiven und immer weiter wachsenden Proteste aus der Bevölkerung im Sommer mit dem Teilabriss des Bahnhofs starten wollen, zeigt das, dass ihnen die Meinung der Menschen in Stuttgart und im ganzen Land reichlich egal ist. Ihnen geht es allein darum, sich mit dem Prestigeprojekt Stuttgart 21 ein Denkmal zu setzen.“ Krebs kritisierte, dass das Land und seine Projektpartner der Öffentlichkeit wichtige Studien und Fakten vorenthalten würden, die Stuttgart 21 erhebliche Mängel attestierten. „Die Bahn und die Landesregierung redet Stuttgart 21 schön, anstatt der Bevölkerung reinen Wein einzuschenken.“

Krebs verlangte ein sofortiges Moratorium für den Bau von Stuttgart 21: „Es dürfen jetzt nicht mit der Abrissbirne Fakten geschaffen werden, da längst nicht alle finanziellen, technischen und juristischen Fragen bei Stuttgart 21 und der Neubaustrecke nach Ulm geklärt sind. Deshalb brauchen wir jetzt einen Baustopp. Die Bahn soll ihren sommerlichen Tatendrang besser beim Sanieren der Klimaanlagen in den Zügen austoben – hier ist echter Handlungsbedarf.“

Alter: 2 Jahre