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Unsere Abgeordneten
Bahnhofsbegehungen
Während hier im Oberland die Bahnhöfe verfallen und notwendige Wartungsmaßnahmen auf die lange Bank geschoben werden, sollen für das verkehrspolitisch widersinnige Prestigeprojekt Stuttgart 21 Milliarden in zweistelliger Höhe bereit gestellt werden.
Dagegen setzen wir in Oberschwaben unsere eigenen "Schwabenstreiche" und machen in unseren Bahnhofsbegehungen die Mißstände sichtbar.
Und auch wir werden von Mal zu Mal mehr: In Aulendorf gesellten sich zu den aus der Vorwoche in Bad Waldsee bekannten Gesichtern neue Interessierte und auch ein paar Mitglieder der LINKEn (mit großer roter Fahne) und – eine echte Bereicherung – ein paar Jungs der Jungen Union, die unbedingt ihre Zustimmung zu Stuttgart 21 kundtun wollten.
Ganz besonders freuten wir uns über die Unterstützung des BUND. Bruno Sing erklärte sich spontan bereit, uns den Bahnhof und seine neuralgischen Punkte hinzuweisen. Seit Jahren sind die Bahnhofstoiletten geschlossen, die Bahnsteige zeigen deutliche Verfallserscheinungen, die Zugänge sind nicht wirklich behindertengerecht, wobei dies einer der wenigen Bahnhöfe der Region ist, an dem für Rollstuhlfahrer überhaupt ein Zustieg möglich ist.
Frau Dr. Margarete Brehm ergänzte, dass die Bediensteten der Deutschen Bundesbahn mit persönlichem Engagement die mangelden Investitionen mehr als wett machen würde. Handycap: Nach 21 Uhr stehen die technischen Hilfen wegen fehlender Mitarbeiter den beeinträchtigten Fahrgästen nicht mehr zur Verfügung.
Mit besten Grüßen an die Eltern haben wir die Jungs der Jungen Union nach einer interessanten Diskussion verabschiedet – nette Menschen, leider etwas naiv und unreflektiert, was die Auswirkungen von Stuttgart 21 auf das Hinterland angeht. Ein 4 bis 7 Mrd. Euro teuren Zwischenstopp in Stuttgart auf der (längst existierenden) "Magistrale von Paris nach Budapest" taugt eben nicht viel, um das "Hinterland" zu erschließen, und Stuttgart 21 und die (ebenfalls schlecht geplante) Neubaustrecke Ulm-Wendlingen sind sowieso zweierlei Stiefel...
Die nächste Begehung findet am 6.9. um 19 Uhr in Kißlegg statt.











