Vielfalt ernährt das Land - Regionalkonferenz in Friedrichshafen 12. Juni 2010

05.09.2010Laufzeitverlängerung ist eine Kampfansage

Grüne rufen auf zum "Heißen Herbst" gegen Atomkraft: Schwarz-Gelb bürdet den nächsten Generationen immer mehr strahlenden Müll auf, ohne ein sicheres ...


Rubriken: Bundespolitik, Energie

05.09.2010Raus aus Stuttgart 21!

Gemeinsame Erklärung der Landesvorsitzenden Silke Krebs und des Fraktionsvorsitzenden Winfried Kretschmann


Rubriken: Stuttgart 21

03.09.2010Bahnhofsbegehungen

Während hier im Oberland die Bahnhöfe verfallen und notwendige Wartungsmaßnahmen auf die lange Bank geschoben werden, sollen für das ...


02.09.2010Grüne in BaWü gleichauf mit SPD

Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des "stern" würden die Grünen 24% erreichen, wäre am nächsten Sonntag Landtagswahl. Bundesweit kämen die Grünen ...


Rubriken: Stuttgart 21, Wahlen
Mal richtig abschalten - Anti-Atom-Demo in Berlin

Aktiv in der Region und für die Region

Grün sein heißt immer auch, sich zu engagieren, für die Menschen, für die Natur, für Oberschwaben.

Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt - dieser Satz umschreibt das Prinzip der Nachhaltigkeit sehr bildhaft, und er prägt das Denken und Handeln der Grünen von Anfang an.

Wir wollen eine Gesellschaft, die die Schätze der Erde nutzt, ohne sie auszubeuten, eine Gesellschaft, in der alle eine Chance bekommen, eine Gesellschaft, in der soziale Gerechtigkeit und Gleichberechtigung eine Selbstverständlichkeit ist.

Unser Leitbild ist der freie und mündige Bürger - daher stehen wir auch für Basisdemokratie, für Transparenz in Politik und Verwaltung und für Volksentscheide.

Umwelt- und Klimaschutz sind hochaktuelle Themen. Sie lassen sich nur mit einer nachhaltigen Energiepolitik erreichen, mit einer dezentralen Versorgung aus regenerativen Quellen statt fossilen und endlichen Energieträgern wie Kohle und Uran.

Und die Wirtschaft kann auf Dauer nur erfolgreich funktionieren, wenn sie das Prinzip der Nachhaltigkeit verinnerlicht und ihre soziale und ökologische Basis bewahrt. Ökologie und Ökonomie haben mehr gemein als nur sechs Buchstaben - viele erfolgreiche oberschwäbische Unternehmen haben das bereits begriffen.


Dafür kämpfen wir, dafür werden wir aktiv. Auch und gerade hier in Oberschwaben.

 

Stuttgart 21 und die Südbahn

Seit vielen Jahrzehnten kämpfen wir Grünen für den Erhalt und den Ausbau der Bahn in der Fläche.

Immer wieder wurde uns die Sanierung und Elektrifizierung der Südbahn versprochen, Teil der ersten Bahnstrecke Baden-Württembergs. Doch trotz immer neuer Initiativen ist noch nichts Konkretes geschehen, noch kein Termin für den Baubeginn gesetzt.

Die Elektrifizierung der Allgäubahn ist dagegen schon einen Schritt weiter, mitfinanziert durch die Schweiz, um endlich eine schnelle Verbindung von Zürich nach München zu schaffen. Die bayerische Landesregierung hatte sich etwas wacher gezeigt als die baden-württembergische, als aus der Schweiz das Angebot kam, sonst hätte auch die Südbahn davon profitieren können...

Doch auch bei der Allgäubahn gibt es Verzögerungen und Verschleppungen, die die Finanzierung des Projekts aktuell wieder in Frage stellen.

Für die Tieferlegung des Stuttgarter Hauptstadtbahnhofs dagegen scheint Geld in unbeschränkter Höhe zur Verfügung zu stehen. Verkauft wird das Projekt mit kürzeren Fahrtzeiten nach Stuttgart und einer besseren Anbindung auch unserer Region. Bei genauerer Betrachtung bleibt davon jedoch nichts übrig: Die schnelleren Fahrtzeiten entstehen allein durch die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm, die auch ohne Stuttgart 21 realisierbar wäre, ja, durch S21 gehen davon sogar wieder einige Minuten verloren, und es entstehen neue "Staurisiken" bei der Durchfahrt durch Stuttgart.

Doch die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm ist noch keineswegs in trockenen Tüchern, für große Teilstrecken ist das Planfeststellungsverfahren noch nicht abgeschlossen, und die Kostenschätzungen steigen ständig - die realen Kosten werden dabei erfahrungsgemäß deutlich über den immer zu optimistischen Schätzungen liegen. Und da die Trassenführung erheblich höhere Steigungen einschliesst als die bisherige Strecke, wird die Neubaustrecke auch nicht für den Güterverkehr und aufgrund fehlender Anbindung nur eingeschränkt für den Regionalverkehr nutzbar sein.

Wir brauchen eine bessere und wirtschaftlichere Bahn in der Fläche. Dass das möglich ist, zeigen viele "kleine" Bahnen wie die BOB zwischen Aulendorf und Friedrichshafen, aber auch die schweizer und österreichischen Bahnen.

Wir brauchen keine Luxus-Bahn mit angeblichen "Leuchtturm-Projekten", die Gelder von notwendigen Sanierungen und Ausbaumaßnahmen hier in Oberschwaben und im Bodenseeraum, aber auch von der für die deutsche Wirtschaft ungleich wichtigeren Rheintalschiene abziehen.