03.02.2012Grüne Ravensburg starten gestärkt ins neue Jahr 2012

Nach einem für Bündnis90/Die Grünen sehr erfolgreichen Jahr 2011 verstärkt in Ravensburg nun ein neu gegründeter Ortsverband die Partei. Der ...


27.01.2012Unsere Region muss auf breiten Energiemix setzen

Beim Redaktionsgespräch in der Schwäbischen Zeitung Wangen begrüßen Jürgen Lang und Siegfried Spangenberg die Entscheidung der grün-roten Regierung, ...


22.01.2012Markige Worte können eigenes Versagen nicht verdecken

Die Kritik des CDU-Landesvorsitzenden Thomas Strobl an der Verkehrspolitik und der geplanten Polizeireform der grün-roten Landesregierung weisen die ...


20.01.2012Schockenhoff wettet auf Elektrifizierung bis 2018

Wie die Schwäbische Zeitung und der SWR berichten, habe das Bundesverkehrsministerium die Elektrifizierung der Südbahn nun doch ...


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Vielfalt ernährt das Land - Regionalkonferenz in Friedrichshafen 12. Juni 2010

Die Energiewende gestalten

Im Herbst 2010 propagierte die schwarz-gelbe Bundesregierung unter Angela Merkel die Verlängerung der Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke - gegen den Willen der Mehrheit der Deutschen.

Als Anfang März 2011 nach einem Erdbeben und anschliessendem Tsunami in gleich mehreren Meilern des japanischen AKW Fukushima der GAU eintrat, schwenkte die Regierung Merkel in aller Eile um und verkündete noch vor der baden-württembergischen Landtagswahl Ende März eine erneute Energiewende.

Vier Monate nach Fukushima, kurz vor der Sommerpause des Bundestags, nahm diese endlich Gestalt an: Die sieben ältesten AKW sowie der Pannenreaktor Krümmel sollen nicht mehr ans Netz gehen, der Rest bis 2022 abgeschaltet werden. Auf Druck der Ministerpräsidenten der Bundesländer soll diese Abschaltung stufenweise geschehen; dabei konnte unter Mitwirkung des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Kretschmann sogar erreicht werden, dass den AKWs feste Enddaten zugeordnet wurden, so dass die weiterhin zulässige Strommengenübertragung oder zusätzliche Abschaltungen zu "Wartungszwecken" nicht mehr zu einer Verlängerung der Laufzeiten einzelner AKW bis zum St.-Nimmerleins-Tag führen können.

Das ist die positive Seite. Negativ schlägt zu Buche:

  • Das Atommüll-Problem bleibt ungeklärt. Weiterhin bestehen viele schwarz-gelbe Politiker auf dem weiteren Ausbau von Gorleben zum Endlager, obwohl längst feststeht, dass dieser Salzstock keineswegs die optimale Lösung darstellt. Es ist dringend Zeit für die von Bündnis 90/Die Grünen geforderte und unter rot-grün vorgeplante ergebnisoffene Suche nach einem besseren Endlagerstandort nach wissenschaftlichen Kriterien.
  • Der Ausbau der Erneuerbaren wird durch schwarz-gelb weiter behindert. Lediglich große Offshore-Windparks sollen besser gestellt werden - wie die geplanten neuen Kohlekraftwerke liegt das allein im Interesse der vier großen Energiekonzerne.
  • Durch die Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für kleine, bedarfsgerechte Biogas-Anlagen zur Resteverwertung und gleichzeitig höhere Förderungen für Großanlagen wird die Entstehung von Mais-Monokulturen weiter befördert.
  • Da die schwarz-gelbe Energiepolitik weiterhin zentraler Stromerzeugung den Vorrang vor einer weit effizienteren dezentralen Stromproduktion einräumt, erfordert das Energiekonzept der Regierungskoalition nicht nur einen massiven Ausbau von Hochspannungsleitungen, es ist auch zweifelhaft, ob so die Klimaziele erreicht werden können.

Dezentral, ökologisch, effizient

Das Grüne Energiekonzept sieht anders aus:

Strom soll nach Möglichkeit da erzeugt werden, wo er verbraucht wird - das verringert die Notwendigkeit zu einem schnellen und massiven Ausbau der Hochspannungsleitungen.

Dennoch ist eine Sanierung und ein Ausbau des jahrzehntelang vernachlässigten Stromnetzes eine wichtige Voraussetzung für eine stabile Stromversorgung. Ein verbessertes Stromnetz erleichtert auch den Betrieb so genannter Kombikraftwerke, die an unterschiedlichen Orten mit unterschiedlichen Techniken regenerativ Strom erzeugen und so unabhängiger von regionalen Wettersituationen machen.

In Baden-Württemberg besteht nach der Verhinderungspolitik unter Schwarz-Gelb erheblicher Nachholbedarf insbesondere bei der Windkraft. Wie der aktuelle Windatlas ausweist, gibt es genügend wirtschaftlich interessante Standorte, um das Ziel der neuen Landesregierung, 10% des Energiebedarf mit regional erzeugtem Strom aus Windkraft zu decken, in kurzer Zeit erreichen zu können.

Atommüll sicher lagern

Nach über 50 Jahren Atomkraft in Deutschland haben sich aber auch Altlasten angesammelt, die bewältigt werden wollen. Ein Endlager muss her, in dem der Atommüll für wenigstens 100.000 Jahre sicher eingelagert werden kann - länger als die bisherige Zivilisationsgeschichte. Dies scheint nahezu aussichtlos. Gerade deshalb muss aber die Endlagersuche gewissenhaft nach wissenschaftlichen Kriterien erfolgen.

Gorleben, das allein aufgrund kurzfristiger, mittlerweile teilweise bereits überholter politischer Überlegungen gegen den Rat von Sachverständigen als Endlager ausgeguckt wurde, kann da nicht mithalten. Nach aktuellem Stand der Wissenschaft scheinen Lagerstätten in dicken Tonschichten geeignet zu sein, wie sie in der Schweiz, aber auch in Baden-Württemberg zu finden sind: Gegenüber Salzstöcken ist die Gefährdung durch Wasserlöslichkeit geringer, gegenüber Granitformationen ist die Fähigkeit zur Selbstabdichtung größer.

Wichtig ist in jedem Fall die Rückholbarkeit: Sollten in Zukunft Möglichkeiten entwickelt werden, die Endlagerung sicherer zu machen, oder sollte sich herausstellen, dass aufgrund geologischer Veränderungen ein Endlagerstandort nicht mehr geeignet ist, muss es möglich sein, den Müll umzulagern. Das ist bei einem Salzstock wie Gorleben prinzipbedingt nur schwer umsetzbar.

18.08.2010

Die haltlosen Argumente der Atombosse

Die Chefs der vier Atomkonzerne haben im BILD-Interview am 16. August 2010 erklärt, warum aus ihrer Sicht Deutschland auf Atomkraft nicht verzichten könne.

Auf www.gruene.de werden diese Argumente detailliert widerlegt.

Der Behauptung der Atomlobby, ohne Kernkraft würde die Energieversorgung gefährdet und/oder der Strom teurer, wird nun auch durch ein von der Bundesregierung bestelltes Gutachten widersprochen.

 

Aktuelle Nachrichten zur Energiepolitik

27.01.2012Unsere Region muss auf breiten Energiemix setzen

Beim Redaktionsgespräch in der Schwäbischen Zeitung Wangen begrüßen Jürgen Lang und Siegfried Spangenberg die Entscheidung der grün-roten Regierung, die bisherigen Planungen der Regionalverbände zum Thema Windkraft zu kassieren und den Gremien künftig nur noch die Entscheidungsgewalt über die Auswei...

07.06.2011Kreismitgliederversammlung am 16. Juni

Noch vor einem halben Jahr hatte Schwarz-Gelb den rot-grünen Atomkonsens aufgekündigt und den AKW-Betreibern längere Laufzeiten versprochen. Nach Fukushima kam die Kehrtwende. Ein eigener Atomausstiegsplan wurde aufgelegt, der allerdings viele handwerkliche Schwächen und auch offene Schlupflöcher ...

29.04.2011Atomstrom teurer als Windstrom

Den erneuerbaren Energien wird gern vorgeworfen, den Strompreis in die Höhe zu treiben. Eine Studie zeigt jetzt: Wenn korrekt gerechnet wird, ist Atomstrom heute schon viel teurer als Wind- und Wasserkraft.

Rubriken: Energie

22.03.2011EnBW droht massiver Wertverlust

Ausgerechnet eine Studie der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) bringt es an den Tag: Nach der erneuten Wende der Bundesregierung in der Atompolitik droht der nun landeseigenen EnBW ein weiterer erheblicher Wertverlust von bis zu 30 Prozent. Finanzexperte Bernd Nolte wird dazu vom SWR mit der Eins...

19.03.2011Ausstieg aus Kernenergie und Kohle bis 2025 machbar

Bereits 2022 können regenerative Energien den Atomstrom in Baden-Württemberg voll ersetzen, bis 2025 kann dann auch das letzte Kohlekraftwerk abgeschaltet werden. Das zeigt eine in den letzten Tagen vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (Fraunhofer ISE) vorgelegte Studie. Erstellt wurd...

21.01.2011Leutkirch ist Herbstmeister

Bei der diesjährigen Solarbundesliga hat Leutkirch den Platz des "Herbstmeisters" in der Kategorie "Mittelstädte" errungen. Mit Wangen landete eine weitere Stadt aus dem Landkreis auf Platz 3. Bei den Kleinstädten konnte Kißlegg immerhin noch Platz 3 holen. Bad Wurzach landete v...

Rubriken: Energie

20.01.2011EnBW-Deal: Grüne und SPD ziehen vor Staatsgerichtshof

Die SPD-Landtagsfraktion und die Fraktion der Grünen im Landtag werden aufgrund der Verstöße gegen die Verfassung beim Abschluss des für das Land teuren EnBW-Aktiengeschäfts vor den Staatsgerichtshof ziehen.

13.01.2011Lug und Trug in Gorleben

Grüne legen Zwischenbericht zum Untersuchungsausschuss vor: Die Auswahl von Gorleben im Jahr 1977 war rein politisch motiviert.